3/09/2014

Frühlingsjäckchen Knit Along - Teil 3

Die heutigen Themen:

Erster Zwischenstand: 
Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen

Entgegen meiner eingefahrenen Gewohnheiten habe ich eine Maschenprobe erstellt. Das war auch gut so, wie sich hinterher herausstellte. Obwohl ich zum festen Stricken tendiere, war mir das Maschenbild mit der angegebenen Nadelstärke 3.5mm der Anleitung (die zu meinem Garn passt) zu locker und wirkte unsauber. 
Auf einen Tipp in einer Facebook Gruppe hin kaufte ich mir eine Rundstricknadel aus Messing von Lana Grossa in 3.25mm. Man glaubt kaum, dass das wirklich einen Unterschied machen könnte, aber so ist es. Die Nadeln stricken sich nicht nur fast wie von allein, das Ganze ist nun sauber gestrickt und dennoch flexibel genug für eine Jacke.

Nun musste ich noch ein "wenig" rechnen, um auf meine Größe zu kommen und die beiden Anleitungen unter einen Hut zu bringen. Ich wollte gern von oben beginnen. Ich kann schwer einschätzen, wie weit mir mein Zauberball reicht und möchte im Notfall lieber den Abschluss und/oder die Ärmel uni arbeiten als den Bereich von der Brust aufwärts. 
Zum anderen ist bei der Passform meine Oberweite der kritische Punkt und dort möchte ich nicht erst am Ende ankommen, um dann festzustellen, dass es zu eng ist und ich alles wieder aufribbeln muss. Dank Maschenprobe und Erinnerungen an den letzten Matheunterricht (der 2014 tatsächlich genau 10 Jahre zurückliegt omg!) habe ich es ganz gut hinbekommen, ohne dass das Strickstück völlig aus der Form gerät. Die Jacke wird in einem Stück gearbeitet, das kommt mir sehr entgegen, da ich Gestricktes zusammen nähen gar nicht mag. Damit nimmt man sich jedoch den doppelten Boden, nachträglich bei der Passform zu mögeln und es muss von Anfang an stimmen.
Stolz bin ich wirklich auf den Fortschritt. Die Farben passen toll zusammen, es fühlt sich wunderbar kuschelig und dennoch leicht an und der Farbverlauf des Zauberballs kommt gut zur Geltung. Dieser macht mit der ersten Reihe süchtig, nicht umsonst gibt es extra einen Warnhinweis an der Banderole. Man denkt sich "ach, jetzt kommt gleich die nächste Farbe, nur noch eine Reihe", und noch eine und noch eine und... Und plötzlich ist es zwei Uhr nachts und man strickt immer noch.
So bin ich bereits weiter als erwartet und konnte die Maschen für die Ärmel stilllegen. Vor der Anprobe hatte ich ein Kribbeln im Bauch, denn nun sollte sich herausstellen, ob meine Rechnungen aufgehen oder ich wieder rückwärts stricken muss. Doch - tadaaaaa - es passt!
Ich habe mich gefreut wie ein Zaunkönig! Jetzt kann ich mich gemütlich auf der Terrasse in die Sonne setzen und Reihe um Reihe vor mich hinstricken. Auf die Abnahmen laut Mon petit gilet werde ich verzichten und die Jacke gerade nach unten stricken. Wenn ich damit fertig bin, fehlen nur noch die Ärmel über die stillgelegten Maschen und die Blende.
Auch im digitalen Zeitalter sind mir die analogen Helferlein wie handschriftliche Notizen, Maschenmarkierer und Reihenzähler am liebsten.

Alle Teilnehmer, Tipps und Kniffe findet ihr wie immer hier.

Kommentare:

  1. Oh, noch ein Gilet Raye! Da können wir zum Finale dann Paarlaufen. Das sieht doch schon richtig gut aus. Durch dieses "noch schnell den nächsten Ringel stricken" Syndrom, war ich viel schneller fertig als erwartet.
    Herzliche Grüße,
    Malou

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  2. Ich komme deshalb auch schneller voran als gedacht.

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